Einstellung der Bevölkerung zur elektronischen Demokratie

Für eine sinnvolle und gezielte Einführung von E-Democracy und E-Voting ist es notwendig die momentane Einstellung der Bevölkerung zu diesen Themen zu erheben und näher aufzuschlüsseln.

Eine 2005 veröffentlichte Untersuchung zur Einstellung der Wiener Bevölkerung zu elektronischer Demokratie liefert hier wichtige Informationen bezüglich generellem Interesse an E-Demokratie, E-Participation und E-Voting seitens der Bevölkerung, sowie Einflussfaktoren auf dieses Interesse.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen ein Signifikantes Interesse der Wiener Bevölkerung an E-Voting, ganz besonders unter den jüngeren Bevölkerungsschichten.

Im Allgemeinen konnte kein Zusammenhang zwischen den erhobenen demographischen Merkmalen und dem Empfinden von Vor- oder Nachteilen gegenüber E-Democracy festegestellt werden, wobei jedoch ein generelles Misstrauen gegenüber der neuen Kommunikationstechnologie vorliegt.
Für den Bereich E-Participation und E-Voting ergab die Erhebung besonders bei männlichen Befragten bis 49 Jahren und bei Fach- und Hochschulabgängern ein ausgeprägtes Interesse, wodurch geschlossen werden kann dass das Interesse an E-Participation und E-Voting in gewisser Abhängigkeit zur Bildungsstufe steht.
Ebenso besteht ein hochsignifikanter Zusammenhang zwischen dem Interesse an E-Participation und E-voting, und der Häufigkeit der Internetnutzung der Befragten.

Zwischen dem politischen Verhalten und dem Interesse an E-Voting konnte kein signifikanter Zusammenhang festgestellt werden, sehr wohl aber zwischen dem politischen Verhalten und dem Interesse an E-Participation, allerdings nur bei den Interessenskonstellationen „Bundes- und Lokalpolitik“ und „Kultur- und Bildungspolitik und Lokalpolitik“.
Betrachtet man die erwarteten Vor- und Nachteile, so erhofft sich die Mehrheit der Befragten „erleichterte politische Information“, „Unabhängigkeit von Ort und Zeit“ sowie eine „Absenkung der Kosten der Verwaltung“, gleichzeitig fürchten sie die „Verletzung der Anonymität“ und das weitere aufbrechen der „digitalen Kluft“.

Quelle

  • Prosser, Alexander / Guo, Yan / Lenhart, Jasmin (2005): Die Einstellung der Wiener Bevölkerung zu elektronischer Demokratie; Nr. 02/2005, Department für Informationsverarbeitung und Prozessmanagement - Wirtschaftsuniversität Wien.
 
begriffe/allgemein/einstellung_der_bevoelkerung_zur_elektronischen_demokratie.txt · Last modified: 2007/06/21 22:18 by markus_smolnik
 
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