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Österreich

In Österreich ist E-Government im Vergleich zu anderen EU-Staaten weit fortgeschritten. Die angebotenen Services nützen allerdings nur ca. 30% aller Österreicher. Ein zukünftiges Ziel wird das Erreichen von Akzeptanz in der Bevölkerung sein.

E-Government

Urban Link
Auf diesem Portal können sich die Bürger über die von dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung geförderten Projekte im Rahmen der Iinitiativen URBAN1 und URBAN2, die zur dauerhaften Entwicklung städtischer Krisengebiete in der Europäischen Union beitragen sollen, informieren.

Mitmachen.at
Mitmachen.at ist ein Forschungsprojekt, das der Erarbeitung von Zukunftskonzepten wie der Erprobung neuer Beteiligungsmodelle und der Förderung der Beteiligung junger Menschen am politischen Prozess dienen soll.

Digitales Österreich
Diese 2005 ins Leben gerufene http://www.digitales.oesterreich.gv.at/ Plattform (PDÖ) stellt laut Aussage von Heidrun Silhavy, Staatssekretärin im Bundeskanzleramt das Koordinations- und Strategiegremium der Bundesregierung für E-Government in Österreich dar.

Entwicklung von E-Service
Für das österreichische Umweltministerium wurde ein Onlineservice für die jährliche Meldung der Emission an die EU entwickelt.

Elektronische Identifizierung
Das Projekt Bürgerkarte wurde 2000 von der österreichischen Regierung ins Leben gerufen. Es soll dazu dienen Verwaltungs- und Behördenverfahren für den Bürger wesentlich zu vereinfachen. Das besondere an diesem Projekt ist, dass jede Karte, die eine sichere elektronische Signatur und die Speicherung von persönlichen Daten zulässt, als Bürgerkarte benutzt werden kann. Weiters besteht die Möglichkeit digitale Dokumente und Transaktionen mittels Handy zu unterzeichnen.
Informationen bezüglich der Bürgerkarte auf folgendem Link:
http://www.buergerkarte.at/

Quelle:

  • Wauters, P.(2006), Online Availability of Public Services: How Is Europe Progressing ?, www.capgemini.com



E-Voting

In Österreich ist auf Ebene der Berufs- und Standesvertretung E-Voting für Hochschülerschaftswahlen und Wirtschaftskammerwahlen schon gesetzlich geregelt.

E-Voting in der Wirtschaftskammer:
Die Wirtschaftskammer geht bei der Einführung von Wahlen schrittweise vor. Einerseits soll der Einsatz von elektronischen Hilfsmittel die Backoffice Prozesse beschleunigen und anderseits eine Strategie zur gänzlichen Einführung von elektronischen Wahlen entwickelt werden.

Diese Strategie wurde in folgende 3 Schritte unterteilt:
1. technisches und organisatorisches Konzept erstellen
2. rechtliche Grundlage schaffen
3. durchführen von Pilotprojekten

64 Wahllokale wurden 2000 über ein Intranet miteinander verbunden und an eine zentrale Wählerevidenz gekoppelt. Die Stimmzettel hat man nach Identifikation der Wähler individuell ausgedruckt und um das Wahlergebnis zu bestimmen mittels eines Scannerns erfasst.

E-Voting in der Hochschülerschaft:
Erste Schritte in Richtung der Einführung von E-Voting wurden bereits 2001 gesetzt, indem man den Wahlvorgang automatisierte. Die Wählerevidenz wurde wie schon bei den Wirtschaftskammerwahlen zentral und elektronisch verwaltet. Studenten konnten sich mittels ihrer Studentenausweise (Chipkarte) ausweisen und erhielten einen Stimmzettel in Papierform.
2003 hatten 1000 Studenten der WU-Wien, die eine Lehrveranstaltung der IT-Speziellen besuchten, die Möglichkeit zusätzlich zu der regulär in Papierform abgegeben Stimme im Rahmen von Testwahlen ihre Stimme elektronisch abzugeben. Dazu mussten sie sich im Vorfeld eine Wahlkarte beantragen und die elektronische Wahlkarte auf einem Speichermedium ihrer Wahl zwischenspeichern.
Die Wahlbeteiligung bei den Testwahlen war mit 36% deutlich höher als die bei der parallel durchgeführten Hochschülerschaftswahl (26%).

Quelle:



Bundespräsidentschaftswahlen 2004
2004 wurde erneut eine elektronische Testwahl parallel zur Bundespräsidentschaftswahl durchgeführt. Diesmal waren alle Studenten der WU-Wien (ca 22.000) wahlberechtigt. Die Vorgehensweise war die gleiche wie bei den Hochschülerschaftswahlen 2004. Mangels Vorhandensein von Bürgerkarten erfolgte die Registrierung über die Login-Maske des Zentralen Informatikdienstes und die Zwischenspeicherung der Wahlkarte auf einem beliebigen Speichermedium.
Insgesamt wurden 1768 Wahlkarten ausgegeben, wovon dann 961 Wähler ihre Stimme tatsächlich abgegeben haben. Das Auszählungsergebnis (Dr.Benita Ferrero-Waldner 47,28% und Dr. Heinz Fischer 52,72%) war bis auf 0.3% mit dem vorläufigen Ergebnis der tatsächlichen Wahlen ident.

Quelle:

* http://epub.wu-wien.ac.at/dyn/virlib/wp/eng/mediate/epub-wu-01_714.pdf?ID=epub-wu-01_714



Wahltest 2006
Die WU-Wien in Zusammenarbeit mit der Wiener Zeitung führte 2006 erneut einen Wahltest über die von Auslandsösterreichern gewünschten Verbesserungen im Auslandsösterreicherwahlrecht. durch.
Um speziell die Auslandsösterreicher mit dieser Webseite zu erreichen wurde sie von Auslandsösterreichern und Vereinen beworben und der Link über die Mailinglisten der Konsulate verbreitet.
Zum Einsatz kam ein zweistufiges Verfahren, das der Durchführung einer Briefwahl entspricht.

1. elektronische Briefwahlkarte beantragen
2. Onlinewahl

293 Personen beantragten Briefwahlkarten von denen 148 ihre Stimme am Wahltag elektronisch abgegeben haben.

Quelle:

* http://www.wu-wien.ac.at/service/presse/FNL/fnl12



 
projekte/oesterreich/e-government_und_e-voting_in_oesterreich.txt · Last modified: 2007/08/08 18:11 by gudrun_schuetz
 
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