E-Voting in der Schweiz

Die Schweiz ist in der Umsetzung von E-Voting anderen Ländern, unter anderem auch Österreich, bereits um einige Schritte voraus.
Um den einzelnen Kantonen die Möglichkeit zu geben ihre E-Voting Lösungen auch im Zuge von nationalen Abstimmungen oder Wahlen zu testen, wurden eigens dafür das „Bundesgesetz über politische Rechte (BPR)“ und die dazu passenden Ausführungsbestimmungen, der „Verordnung über politische Rechte (VPR)“, bereits 2003 angepasst.
Es ist den schweizer Kantonen damit möglich, so die E-Voting Systeme die Wahl- und Abstimmungsfreiheit, wie sie durch die schweizer Bundesverfassung festgelegt ist, garantieren, rechtsverbindliche Pilotversuche durchzuführen.
Die Einhaltung der Wahlrechtsgrundsätze ist also auch in der Schweiz das um und auf aller E-Voting Bestrebungen. Konkret wurden in der Schweiz bereits folgende E-Voting Pilotversuche durchgeführt:

Pilotprojekte 2004:
Im Rahmen von Volksabstimmungen wurde in den Kantonen bzw. Gemeinden Genf, Anières, Carouge, Cologny, Collonge-Bellerive, Meyrin, Onex, Vandoeuvres und Versoix zusätzlich zur herkömmlichen Stimmabgabe die Möglichkeit zur Stimmabgabe mittels E-Voting angeboten.

Pilotprojekte 2005:
Im Rahmen von Volksabstimmungen wurde in den Kantonen bzw. Gemeinden Neuenburg, Zürich, Bertschikon, Bülach und Schlieren zusätzlich zur herkömmlichen Stimmabgabe die Möglichkeit zur Stimmabgabe mittels E-Voting angeboten.

Alle Pilotversuche liefen ohne technische Schwierigkeiten ab, ebenso konnten keine Angriffsversuche auf die E-Voting Server verzeichnet werden. Besonders auffällig war der hohe Anteil an Wählern die E-Voting nutzten in den kleineren Gemeinden, den höchsten Wert erzielte hier der erste Pilotversuch in Neuenburg, wo rund 68% der Wahlberechtigten ihre Stimme mittels E-Voting abgaben.
Im Zuge der Pilotversuche wurden auch verschiedenen Sicherheitsmassnahmen gegen Angriffe oder Datenspionage getestet, die sich alle in den Tests bewehrt haben.

Quellen

  • Braun, Nadja (2003): Rechtliche Aspekte des E-Voting in der Schweiz, in Prosser, Alexander / Krimmer, Robert (Hrsg.) (2003): E-Democracy: Technologie,. Recht und Politik; Österreichische Computer Gesellschaft (OCG), Wien, S. 109 – 119.
  • Braun, Nadja / Brändli, Daniel (2006): Swiss E-Voting Pilot Projects: Evaluation, Situation Analysis and how to proceed, in Krimmer, Robert (Hrsg.) (2006): Electronic voting 2006 (2nd international workshop ; co-organized by Council of Europe, ESF TED, IFIP WG 8.6 and E-Voting.CC ; August, 2nd - 4th, 2006 in Castle Hofen, Bregenz, Austria); Ges. für Informatik, Bonn 2006, S. 51 – 60
  • Braun, Nadja / Heindl, Patricia / Karger, Pia / Krimmer, Robert / Prosser, Alexander / Rüß, Oliver (2003): E-Voting in der Schweiz, Deutschland und Österreich: Ein Überblick; Nr. 02/2003, Institut für Informationsverarbeitung und Informationswirtschaft - Wirtschaftsuniversität Wien.

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projekte/schweiz/e-voting_in_der_schweiz.txt · Last modified: 2007/06/18 17:17 by markus_smolnik
 
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