OCG Jahresopening 2017

IKT Trends 2020: Automatisiertes Fahren
Datum: 
Dienstag, 24.01.2017, 16:00
Ort: 

Österreichische Computer Gesellschaft
Wollzeile 1
1010 Wien

Thema: 
IKT Trends 2020: Automatisiertes Fahren

IKT Trends 2020Der Workshop IKT Trends 2020 wird von der OCG in Kooperation mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), dem Know-Center und der Plattform Digital Networked Data organisiert.

IKT Trends 2020 ist eine Veranstaltungsreihe, in der Themenschwerpunkte rund um die Informationstechnologie beleuchtet werden. Ausgehend von der grundlegenden Fragestellung Was ist IKT heute? werden in Veranstaltungen, die über das Jahr verteilt stattfinden, Trends und zukunftsträchtige Entwicklungsmöglichkeiten präsentiert werden.
IKT ist von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Die Veranstaltungsserie soll die Charakteristik und die Auswirkungen aufzeigen und zum besseren Verständnis beitragen. Die unterschiedlichen Ansatzmöglichkeiten der weiteren Entwicklung über die Technologie und den Markt hinaus werden in verschiedenen Perspektiven aufgezeigt.

 


 

Programm

16:00-16:05 - Begrüßung

BMVIT, OCG

16:05 - 16:45 - Keynote

Mobility 4.0 (Vortragsunterlagen, pdf ca. 10MB)
Dirk Helbing, ETH Zürich, CH

16:45 - 18:30 - Impulsreferate

Moderation: Bernhard Hummel, Fahrsicherheitstrainer und Verkehrspädagoge

Wrap up

Get Together

 


 

Abstract Keynote

Mobility 4.0
Wie alle Branchen wirbelt die digitale Transformation auch die Mobilitätssektor durcheinander.
Plötzlich drängen Elektrofahrzeuge in den Markt. Selbstfahrende Fahrzeuge sind bereits im
Strassenverkehr unterwegs, und fordert die Taxi- und Logistik-Branche heraus. Was kommt
da mittelfristig auf uns zu? Wie wird das unsere Städte verändern? Welchen Beitrag wird die
Revolution im Mobilitätssektor zur Bewältigung der Klimaziele leisten? Was bedeutet das für die
Automobilunternehmen, was für uns alle? Ein mutiger Blick in die Zukunft...

Dirk Helbing, Bild: Davide CaenaroÜber Dirk Helbing
Dirk Helbing ist Professor für Computational Social Science an der ETH Zürich. Nach der Promotion in Physik an der Universität Stuttgart leitete er zunächst das Institute of Transport & Economics an der TU Dresden. Er ist gewähltes Mitglied der Deutschen Akademie der Wissenschaften "Leopoldina" und koordiniert die FuturICT Initiative, die zum Ziel hat, globale sozioökonomische Systeme besser zu verstehen. Er ist Mitgründer des Fachverbandes Sozioökonomischer Systeme der DPG und war bis 2016 in dessen Vorstand. 2014 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Delft verliehen. Seit 2016 ist er assoziierter Professor an der TU Delft wo er das Doktorandenprogramm „Engineering Social Technologies for a Responsible Digital Future“ leitet.

 


 

Abstract Impulsreferate

Wenn Autos alleine fahren …   Ein kritischer Blick auf digitalisierte Mobilität und Fahrzeugtechnik
Selbstfahrende Autos sind schon lange kein Traum mehr. Automobilhersteller sowie Internetfirmen aus Silicon Valley lassen Prototypen über unsere Straßen fahren. Dabei wird geforscht, umgesetzt und erprobt. Mehrere Firmen haben bewiesen, dass die Technik inzwischen reif ist, unter bestimmten Voraussetzungen ein Auto alleine fahren zu lassen. Aber neben technischen sind auch ethische Fragen zu prüfen: Wie gehen wir damit um, wenn das Auto alles besser weiß? Haben wir auch das Vertrauen in die Softwareentwickler, welche durch Ihre Programmierungen erst das autonome Fahren ermöglichen? Wer verantwortet mögliche Unfälle? Gewinnen wir Freiräume für die Zeit im Stau oder verlieren wir an Selbstbestimmung?
Dabei wird, basierend auf der massiven technischen Weiterentwicklung nicht alles besser, neuer, schneller und bequemer sondern vor allem völlig anders!

Über Carsten Weber Carsten Weber
Seit über 24 Jahren ist Carsten Weber in der Management- Prozess und IT Beratung im Umfeld der Automobilindustrie tätig. Bis zum Jahre 2004 war er bei Siemens Business Services als Solution Manager Automotive für die komplett neue weltweite Branchenausrichtung, Business Development, Beratung und den Aufbau im Bereich Automobilindustrie verantwortlich. Im Jahre 2004 wechselte Carsten Weber zu Mieschke Hofmann und Partner GmbH (MHP – A Porsche Company). Nach Leitung des Competence Center Automotive sowie des Produkt- und Innovationsmanagements verantwortet er aktuell als Associated Partner bei MHP weltweit den Geschäftsbereich Business Solutions (Best Practice Prozesse und Lösungen, d.h. Engineered Services, Software and Technology). Er vertritt MHP in mehreren Organisationen, wie z.B. dem Verband der Automobilindustrie (VDA) und ist an diversen Veranstaltungen, Messen und Kongressen aktiv beteiligt. Darüber hinaus analysiert er die Globalen Trends, Trends der Automobilindustrie, den Wertewandel der unterschiedlichen Generationen und deren zukünftigen Auswirkungen auf Unternehmen, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Kunden, Produkte und Prozesse. Dies rundet er neben der Mitarbeit im Kompetenz- Centrum für Technologie- und Innovationsmanagement an der FOM (Hochschule für Ökonomie und Management) sowie der Betreuung von Bachelor und Masterarbeiten auch durch Lehraufträge an der HTWG Konstanz, FOM Stuttgart sowie HfWU Nürtingen- Geislingen ab.

 


 

Eye-Tracking während des Fahrens
Augenbewegungen sind sehr aussagekräftig und liefern viele persönliche Informationen. Vor allem aber sind sie die intuitivste Form der Interaktion. Die Erforschung der Augenbewegungen steckt zurzeit zwar noch in den Kinderschuhen, aber sie birgt ein großes Potential für neuartige Lösungen im Bereich Industrie, Medizin, Sicherheit und automatisiertes Fahren. In diesem Vortrag werden die Herausforderungen und der Nutzen der Analyse von Augenbewegungen beim automatisierten Fahren, mit besonderem Schwerpunkt auf der Beobachtung des Fahrenden und der individualisierten Assistenz, beleuchtet.

Enkelejda Kasneci PortraitÜber Enkelejda Kasneci
Enkelejda Kasneci ist Professorin der Informatik an der Universität von Tübingen, Deutschland, wo sie die Perception Engineering Group leitet. Sie hat ihren PhD an der Universität von Tübingen 2013 gemacht. Für ihre Forschung wurde sie mit dem Forschungspreis der Föderation Südwestmetall 2014 ausgezeichnet. Von 2013 bis 2015 war sie eine Kollegin von Margarete-von-Wrangell an der Universität von Tübingen. Ihre Hauptforschungsinteressen sind Human Vision, Eye-Tracking Technology und Fahrerassistenzsysteme.

 



Automatisiertes Fahren aus Sicht eines Infrastrukturbetreibers
Die Präsentation „Automatisiertes Fahren aus Sicht eines Infrastrukturbetreibers“ stellt die Potentiale der digitalen Infrastruktur dar und geht insbesondere auf den Nutzen und die Herausforderungen der Einführung von automatisiertem Fahren aus Sicht eines Infrastrukturbetreibers ein. Darüber hinaus werden die wesentlichen Aspekte des Einführungsszenarios mit speziellem Fokus auf die erforderlichen Teststellungen auf einer Teststrecke in Österreich mit deren besonderen Differenzierungsmerkmalen zu anderen Initiativen vorgestellt.

Über Bernd DatlerBernd Datler
…ist seit 2009 technischer Geschäftsführer der ASFINAG Maut Service GmbH. Diese ist im ASFINAG-Konzern für die Einhebung der Maut auf Österreichs Autobahnen- und Schnellstraßen-Netz zuständig.
Herr Datler ist verantwortlich für die technische Entwicklung und den Betrieb des österreichischen  Mautsystems sowie für diverse telematische Systeme innerhalb des ASFINAG-Konzerns.
Zusätzlich zeichnet Herr Datler verantwortlich für den gesamten IT- und Netzwerkbereich des Konzerns.
Herr Datler ist bereits seit mehr als 12 Jahren für die ASFINAG tätig, davor war er als Management- und IT-Berater bei Cap Gemini Ernst & Young beschäftigt.
 


Smart  Mobility - Selbstfahrende Minibusse im Personennahverkehr
Das Thema automatisiertes Fahren wird meist aus der Sicht des Individualverkehrs betrachtet: Sensoren und Assistenten erleichtern uns das Parken, den Stop-and-Go Verkehr oder auch das autonome Fahren auf der Autobahn. Aber auch im öffentlichen Personennahverkehr können selbstfahrende Minibusse eine wesentliche Rolle bei der Überbrückung der sog. „Last Mile“ spielen. Dabei sind neben den vielen technologischen Herausforderungen (Erkennen komplexer Situationen, wechselnde Umweltbedingungen, usw.) auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Einbettung in bestehende Verkehrsangebote, die Benutzerakzeptanz, usw. zu klären. Für diese Fragestellungen sind entsprechende Testumgebungen notwendig.Univ.-Doz. Dr. Siegfried Reich

Über Siegfried Reich
Univ.-Doz. Dr. Siegfried Reich studierte Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik an der JKU Linz; er promovierte 1995 an der Universität Wien zum Thema Interoperabilität von Workflowsystemen. Von 1996 – 1999 arbeitete er als Lecturer und Post-Doc Researcher am Dept. of Electronics and Computer Science der Universität Southampton. Habilitation 2000 für das Fach angewandte Informatik an der JKU Linz. Seit 2002 ist er wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer der Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research. Die Salzburg Research betreibt angewandte IKT-Forschung in den Themenfeldern Mobilität, Gesundheit, Energie und Industrial Internet.
 


Fehlertolerante Systeme für das automatisierte Fahren
Automatisiertes Fahren stellt neue Anforderungen an die Elektronik im Fahrzeug. Es sind enorme Rechenleistungen nötig, um die Umfeldwahrnehmung und die Fahrwegplanung zu realisieren. Fehler in technischen Systemen sind unvermeidbar und die Wahrscheinlichkeit dafür steigt mit deren Komplexität. Dessen ungeachtet müssen die Systeme auch im Fehlerfall verfügbar bleiben. Konzepte und Erfahrungen aus der Entwicklung des weltweit ersten Level 3 Systems im Serieneinsatz, um diesen Spagat zu schaffen, werden hier vorgestellt.Martin Höfler


Über Martin Höfler
Martin Höfler ist als Teamleiter und Produktmanager bei TTTech verantwortlich für das Plattformangebot im ADAS Bereich und für Vorentwicklungsprojekte mit weltweitem Kundenkreis. Er ist Diplomingenieur der Technischen Physik (TU Wien) und arbeitet seit 1997 in der Hardware- und Software-Entwicklung im Bereich Telekommunikation, Aerospace und Automotive. Seit 2008 ist er bei der TTTech Automotive GmbH als Produktmanager tätig.
 


 

 

 

 

Kooperationspartner:

 

BMVIT