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17. 01. 2012: 
OCG Horizonte zum Thema "Facebook & Privacy" mit Max Schrems
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18. 01. 2012: 
IT Service Management Workshop im Rahmen des INNOTRAIN IT Projekts
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Forum e|Government - Arbeitskreis e|Gov: Strategies

Special-Tack "Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung"

Der Track findet im Rahmen der Konferenz I-KNOW`07, im deutschsprachigen Wirtschaftsteil statt

  • Veranstaltungsdatum: 5. September 2007
  • Veranstaltungsort: Stadthalle Graz

Spezielle Track-Informationen >>
Eröffnung des deutschsprachigen Wirtschaftsteils >>
Programm des Special-Tracks >>
Abstracts der Beiträge >>
Link zum deutschsprachigen Wirtschaftsteil der I-Know >>
Programm Komitee >>

Organisation

Josef Makolm, Bundesministerium für Finanzen
josef.makolm@bmf.gv.at

Silke Weiß, Bundesministerium für Finanzen
silke.weiss@bmf.gv.at

Spezielle Track Informationen:

Der Track richtet sich an Forscher und Praktiker aus dem universitären, wirtschaftlichen und öffentlichen Umfeld. Ziel des Tracks ist es, Raum für Erfahrungs-, Ideen- und Meinungsaustausch zu bieten und die auf diesem Gebiet tätigen Wissenschafter und Praktiker zusammen zu bringen. Die Beiträge sind abgeschlossene wissenschaftliche Fragestellungen, Forschungsvorhaben, Implementierungs-Strategien sowie Beispiele aus der Praxis.

Eröffnung des deutschsprachigen Wirtschaftsteil durch Keynote Sprecher Sektionschef Dr. Arthur Winter

11:00-12:00

SC Arthur Winter
Transformation der Fachanforderungen in E-Government-Lösungen: die IT-Sektion des Finanzministeriums als Wissensorganisation (Abstract, Vortragsfolien)

12:00-13:30  Pause

Programm des Special Tracks

1. Session: Leitung durch Josef Makolm

13:30-14:00

Bettina Vogl-Lang,
Bundesministerium für Finanzen
Rupert Schmutzer,
act Management Consulting

Innovationsnetzwerke: Instrument zum wirkungs- und zukunftsorientierten Verwaltungshandeln (Abstract, Vortragsfolien)

14:00-14:30

Günter Stessl,
Bundesrechenzentrum
Dan Garconita,
Bundesrechenzentrum

Ontologiebasierte Kennzahleninformationssysteme (Abstract, Vortragsfolien)

14:30-15:00

Doris Reisinger,
m2n gmbh
Gerald Ritz,
HP Austria

Wissen um Zusammenhänge: semantische Technologien als Werkzeug zur treffsicheren Informationsbereitstellung und effizienten Wissensnutzung (Abstract, Vortragsfolien)

15:00-15:30

Ruth Pfosser,
FAS.research – Network Analysis for Science and Business

Netzwerke analysieren, Netzwerke optimieren in Organisationen (Abstract, Vortragsfolien)

15:30-16:00

Pause

2. Session: Leitung durch Josef Makolm

16:00-16:30

Bernhard Krabina
KDZ – Zentrum für Verwaltungsforschung

Wissensmanagement im Bürgerservice (Abstract, Vortragsfolien)

16:30-17:00

Volkmar Käppl
Rechnungshof

Das umfassende Wissensmanagement im Rechnungshof (Abstract, Vortragsfolien)

17:00-17:30

Lars Algermissen
ERCIS – Universität Münster

Prozessorientiertes Wissensmanagement mit der PICTURE-Methode (Abstract, Vortragsfolien)

17:30-18:00

Tobias Schmidt
Universität Siegen – FB12 – Wissensbasierte Systeme

Wissensverteilung im Controlling der Universität Siegen (Abstract, Vortragsfolien)

18:00-18:30

Josef Makolm
Bundesministerium für Finanzen
Silke Weiß
WU Wien

Semantic Help: Status, Forschungsziele, erste Implementierungen (Abstract, Vortragsfolien)

Abschluss des deutschsprachigen Wirtschaftsteils

19:00 - 19:30 Geführte Rundgang vom Messeplatz zum Minoritensaal

19:30 - Open End Welcome-Reception im Minoritensaal

Abstracts der Vorträge:

Transformation der Fachanforderungen in E-Government-Lösungen: die IT-Sektion des Finanzministeriums als Wissensorganisation

SC Dr. Arthur Winter

Verwaltungsarbeit ist Wissensarbeit par excellence. Dies trifft umso mehr für Organisationen zu, die Verwaltungsarbeit gestalten, unter Einsatz neuester Technologien und aktueller Forschungsergebnisse Effektivität und Effizienz der Verwaltung sicherstellen und so zur Standortsicherung beitragen. Mit über 1,3 Mio. Benutzern ist FinanzOnline das meistgenutzte E-Government-Transaktionssystem Österreichs. Neue SAP-Lösungen für Budgetierung, Haushaltsverrechnung, Budget-Controlling und Personalmanagement werden von der gesamten Bundesverwaltung genutzt. Diese Schlüsselprojekte wurden - gemeinsam mit Partnern und Stakeholdern - von der IT-Sektion des österreichischen Bundesministeriums für Finanzen umgesetzt. In der Transformation gesetzlicher und organisatorischer Fachanforderungen in E-Government-Lösungen und Prozesse liegt eine der Kernkompetenzen der IT-Sektion; laufendes Akquirieren und Bereitstellen aktuellen Wissens nach innen und außen ist dafür essentiell und macht es erforderlich, die IT-Sektion als Wissensorganisation zu gestalten und zu leben

Prozessorientiertes Wissensmanagement mit der PICTURE-Methode

Dr. Lars Algermissen

Die Prozesslandschaft öffentlicher Verwaltungen enthält im kommunalen Bereich deutlich mehr als 1000 unterschiedliche Dienstleistungen und damit auch Geschäftsprozesse. Diese Geschäftsprozesse stellen den Kern des Verwaltungshandelns und eine wichtige - wenn nicht gar die wichtigste - Ressource zur Realisierung eines verwaltungsweiten Wissensmanagements dar.
Mit der PICTURE-Methode wird es erstmalig möglich, dieses Wissen effektiv und effizient zu erfassen, transparent darzustellen, kontinuierlich pflegbar und vor allem auch nutzbar zu machen. Neben der Methode existiert ein Werkzeug, welches die Umsetzung der Methode verdeutlicht. Beide Elemente werden im Vortrag zusammen mit mehreren Praxisbeispielen vorgestellt.

Das umfassende Wissensmanagement im Rechnungshof

Lic. Dr. MSc Volkmar Käppl

Der Rechnungshof als unabhängiges Organ der Finanzkontrolle für Bund, Länder und Gemeinden hat im September 2001 die Abteilung Wissensmanagement eingerichtet. Diese hat ein wissenschaftlich fundiertes und strategisch ausgerichtetes Konzept für ein umfassendes Wissensmanagement im Rechnungshof erarbeitet. Die Umsetzung des Konzeptes erfolgte grundlegend durch die Strukturierung des Kernwissens, durch die Förderung des Wissensflusses und der Wissensgenerierung sowie durch die Verankerung des Wissensmanagements im Kerngeschäft, dem Prüfungsprozess. Als mittlerweile bewährte Instrumente sind insbesondere zehn Wissensgemeinschaften als Foren des abteilungsübergreifenden Kernwissens und die Rechnungshof-Datenbasis zu nennen. An der Realisierung weiterer Instrumente, wie z.B. Gelbe Seiten und Wissensbilanz, wird derzeit gearbeitet.

Wissensmanagement im Bürgerservice

Mag. Bernhard Krabina

Die Einrichtung von Bürgerservicestellen (Bürgerbüros) ermöglicht den Verwaltungen, ca. 70-80% der Kundenkontakte zu bündeln. Dabei muss massiv Wissensmanagement betreiben werden. MitarbeiterInnen müssen geschult, Verfahrensbeschreibungen erstellt und Kommunikationswege geklärt werden. Zentral für den Erfolg einer Bürgerservicestelle ist es, das nötige Wissen aus den Fachabteilungen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Besonders gefragt ist hier auch der Einsatz von IT, wobei sich nicht nur große und teure Systeme etwa im Bereich der Call-Center-Lösungen, des Data-Mining, Groupware oder Wissensportale in Frage kommen. Vor allem für kleinere und mittlere Verwaltungen kann Wissensmanagement durch "Wikis" sehr gut unterstützt werden.

Wissen um Zusammenhänge: semantische Technologien als Werkzeug zur treffsicheren Informationsbereitstellung und effizienten Wissensnutzung

Doris Reisinger & Gerald Ritz

Information bietet im Arbeitsprozess nur dann einen Mehrwert, wenn sie im Hinblick auf den Kontext der Aufgabenstellung gefiltert und auf das Wesentliche reduziert bereitgestellt wird. Ein großer Teil potenziell relevanter Information liegt jedoch in Textform vor - der eigentliche Wissenskern ist sprachlich "verkodiert", die Information nicht punktgenau auf den jeweiligen Wissensbedarf hin zugeschnitten. Volltextrecherche liefert somit einerseits eine große Anzahl von oftmals wenig relevanten Treffern andererseits werden Dokumente und nicht das darin enthaltene Wissen angeboten.
Anhand von laufenden Projekten und aktuellen Projektvorhaben wird dargestellt, dass mit Hilfe von semantischen Technologien eine Zusammenführung, Strukturierung, Indizierung und Verdichtung von heterogenen Informationsquellen realisiert wird. Diese Integrationsschicht führt in ganz unterschiedlichen Aufgabenstellungen zu einem treffsicheren, kontextorientierten Zugriff auf den Wissensextrakt und damit einer effizienten Wissensnutzung.

Netzwerke analysieren, Netzwerke optimieren in Organisationen

Ruth Pfosser

Netzwerke zwischen Personen, Wissen, Aufgaben und Ressourcen aller Art bilden die Infrastruktur einer Organisation. Die öffentliche Verwaltung stellt besondere Anforderungen an diese Infrastruktur: komplexe Informationsflüsse und große Datenmengen sind zu bewältigen, formelle und informelle Beziehungen von Personen innerhalb und zwischen den Behörden, ihre Aufgabenverteilungen und Zuständigkeiten bilden ein vielschichtiges Netzwerk. Die Art wie die Elemente dieses Netzwerkes verbunden (alloziert) werden, bestimmt wie gut oder schlecht ein Netzwerk „funktioniert“. Grundsätzlich kann zwischen formellen Netzwerken=Hierarchie (verantwortlich für Effizienz) und informellen Netzwerken (verantwortlich für Effektivität) unterschieden werden. Der Vortrag stellt die Möglichkeiten des Einsatzes der Sozialen Netzwerkanalyse zur Identifikationen der Stärken, Schwächen, Möglichkeiten und Bedrohungen (SWOT-Analyse) von Netzwerken in Organisationen vor und zeigt wie Netzwerke erfasst und visualisiert werden können.

Wissensverteilung im Controlling der Universität Siegen

Tobias Schmidt

Durch die Einführung von Studienbeiträgen und der folgenden Mittelverteilung in den Fachbereichen muss im Controlling einer Universitätsverwaltung Wissen generiert werden, um Prognosen über die zukünftigen Mittelaufkommen zu erstellen. Da eine derzeitige Integration in der Zentralverwaltung noch nicht vorhanden ist, läuft ein Forschungsvorhaben im Center for Knowledge Management, um die Umsetzung voranzutreiben. Der Vortrag beleuchtet dabei sowohl die Implementierung eines "Knowledge Portal" sowie die notwendigen organisatorischen Anpassungen. Das gewonnene Wissen wird durch dieses Portal verteilt und hilft damit bei zukünftigen Planungen.

Ontologiebasierte Kennzahleninformationssysteme

Günter Stessl &. Dan Garconita

Der Dokumentationsaufwand von Kennzahleninformationssystemen steigt mit der Anzahl der verfügbaren Kennzahlen und deren Abhängigkeiten untereinander. Eine dynamische Kennzahlenbasis mit häufigen Änderungen stellt dabei besondere Herausforderungen an die Dokumentation von Kennzahlen, die manuell nur mit großem Aufwand zu bewältigen ist. Nicht mehr aktuelle oder inkonsistente Dokumentationen bergen dabei das Risiko in sich, dass Definition und Umsetzung von Kennzahlen nicht mehr deckungsgleich sind.
Integrierte Systeme zur Unterstützung des Change- und Dokumentationsprozesses von Kennzahlen können dabei helfen, einen Abgleich zwischen Definition (Soll) und Umsetzung (Ist) vorzunehmen. Eine graphische Modellierung und Darstellung der Kennzahlen sowie deren Abhängigkeiten kann nicht nur dabei helfen, die Nachverfolgung von Änderungen zu dokumentieren, sondern auch Inkonsistenzen durch das leichte Erkennen von Zusammenhängen bereits im Vorfeld zu vermeiden.
Eine derartige Dokumentation ermöglicht eine rasche Anpassung von Kennzahlen und in Folge eine einfachere und kostengünstigere Administration von Kennzahleninformationssystemen.

Innovationsnetzwerke: Instrument zum wirkungs- und zukunftsorientierten Verwaltungshandeln

Dr. Bettina Vogl-Lang & Dr. Rupert Schmutzer

Der Beitrag stellt das Organisationskonzept zur Etablierung von „Innovationsnetzwerken“ in der österreichischen Steuer- und Zollverwaltung vor. Innovationsnetzwerke werden als ein Arbeitsmodus verstanden, der ein offenes Diskussionsklima für neue Themen mit offenem Ausgang schafft. Vor diesem Hintergrund werden die spezifischen Herausforderungen für die Förderung von Innovation im Bereich einer Verwaltungsorganisation diskutiert und die konkret entwickelten Lösungsansätze gegliedert nach Strukturen, Abläufen und Ressourcen präsentiert. Schwerpunktmäßig werden folgende Fragestellungen diskutiert:

  • Was sind die Unterschiede und wechselseitigen Beziehungen zwischen der Arbeit in Netzwerken und in Projekten?
  • Wie können Netzwerk-Prozesse gestaltet werden („Initialisierungen" und „Aktivphase“)?
  • In welchem Ausmaß sind Regelungen notwendig und welche Form ist dafür geeignet?
  • Wie entstehen Themen für Innovationsnetzwerke und welche Themen sind überhaupt dafür geeignet?

  Semantic Help: Status, Forschungsziele, erste Implementierungen

Josef Makolm, Silke Weiß

Abstract tba