9. Informatiktag 2017

Kostenlose Fortbildung für Lehrende
Datum: 
Donnerstag, 28.09.2017, 09:00 bis 17:00
Ort: 

TU Wien
Festsaal
Karlsplatz 13, 1. Stock
1040 Wien

Lehrende der Fachrichtungen Informatik, Angewandte Informatik und Informationsmanagement bzw. Medieninformatik erwartet an der TU Wien ein abwechslungsreiches Programm. Im Vordergrund stehen innovative und praxisnahe Zugänge zur Informatikdidaktik.

Zielgruppe: InformatiklehrerInnen aus AHS/HTL/HAK/HUM/Volksschule

Workshopprogramm in Vorbereitung: Workshops sind unterrichtspraktisch ausgerichtet und werden in kleineren Gruppen abgehalten. Themen sind uA. Tools für Gamification im Unterricht, Calliope und Microbits im Unterricht, Legobots, Gendergerechter Unterricht, Informatikunterricht für die Kleinsten, 3D Druck, etc.

 

Programm 

08:30
Registrierung
 
 
09:00 - 09:15
Eröffnung, Begrüßung
Renate Motschnig,
Universität Wien
Gerald Futschek,
TU Wien
 
09:15 - 10:15
Valentina Dagiene, Vilnius University, Winner of Ada Lovelace Computing Excellence Award 2016
 
 
10:15 - 10:45
Kaffeepause
 
 
11:45 - 12:00
Gerald Futschek
TU Wien
 
12:00- 12:15
Vorstellung der Workshops durch WorkshopleiterInnen
 
 
12:15 - 13:00
Mittagspause
 
 
13:00 - 14:45
Workshopblock I
 
 
 
Calliope und Microbits im Unterricht
Johann Stockinger
OCG
 
 
Projektdesign und erste Ergebnisse
Anna Gawin
DaVinciLab, Projekt @MadeByKids
 
 
Daniel Pfeiffer
Österreichische Gesellschaft für 3D Drucker
 
 
 
Leander Brandl
RoboCup
 
14:45 - 15:00
Kaffeepause
 
 
15:00 - 16:45
Workshopblock II
 
 
 
Gamification und Tools
Christian Gatterer
eLearning
 
 
Computational Thinking
Valentina Dagiene
(angefragt)
 
 
Musik und Informatik
Erich Neuwirth
Univ. Wien
 
 
Daniel Pfeiffer
Österreichische Gesellschaft für 3D Drucker
 
 
Python Programmierung
Wilfried Baumann
OCG
 
16:45 - 17:15
Mitteilungen des BMB

 
 
17:15
Ende

 
 

Abstract

Computational Thinking in School Education
Computer Science or Informatics is important subject in nowadays school education. Informatics can be presented as a discipline for understanding technology in a deeper way – the understanding behind computer programs. Bringing Informatics to schools means preparing young people to be creators of information technology – not only to be users of technological devices. To achieve that we need to introduce Informatics concepts to K-12. From other side, we need to help people to solve problems by using technology and developing computational thinking in various areas. Computational thinking is tidy connected to learning informatics concepts. Informatics concepts play a central role for understanding fundamentals of computers, information technology, software, hardware and other devices. However, in practice, very often the training of skills in application software is given much more room at schools than to discover and going deeper into concepts of informatics. It is important to bring informatics concepts to students in attractive way. One of the possibility could be to use Bebras challenge during the informatics lesson in informal way. Contests could play an important role for learners as a source of inspiration, innovation, and attraction. Interest in competitions essentially depends on the tasks and environment. Attraction, invention, tricks, surprise should be desirable features of each task presented to participants and each task should help to strengthening Computational Thinking.

About Valentina Dagiene
Valentina DagieneProf. Dr. Valentina Dagiene is principal researcher and head of Department of Informatics Methodology in Vilnius University Institute of Mathematics and Informatics. She has published over 200 scientific papers and 60 books on Informatics education. She is an Editor-in-Chief of two international journals „Informatics in Education“ and “Olympiads in Informatics”. She established an International conference on Olympiads in Informatics organized annually.
In 2004 she established the International Challenge on Informatics and Computational Thinking BEBRAS (Beaver) which has been organizing in over 50 countries. She coordinated over 30 national and international projects on teaching coding to children and youngsters and technology enhanced learning. She is acknowledged by dozen awards on Education of Informatics, among them most important ETH (Zurich) honorary gold medal for contributions to School Informatics in Europe (2011), Global ICT Excellence Award (Merit winner) from WITSA (2013), Lithuanian IT industry award for outstanding contribution to IT and promotion of Lithuania worldwide (2014), the Informatics Europe Best Practices in Education Award  (2015), Ada Lovelace Computing Excellence Award by the European Commission´s (2016), and the Cross of the Knight of the Order of the Lithuanian Grand Duke Gediminas (2016).

 

Get Satisfaction: Das Erfüllbarkeitsproblem in Theorie und Praxis
In diesem Vortrag wollen wir neue Forschungsergebnisse rund um das aussagenlogische Erfüllbarkeitsproblem, genannt SAT (für satisfiability), vorstellen. Bei SAT geht es darum, Variablen die Werte 0 oder 1 zuzuweisen, sodass gewisse Bedingungen gleichzeitig erfüllt werden. SAT nimmt eine zentrale Stellung in der Informatikforschung ein und ist von grosser theoretischer und praktischer Bedeutung.Stefan Szeider
Aus theoretischer Sicht ist SAT nicht handhabbar, es ist das erste als NP-vollständig nachgewiesene Problem (das Theorem von Cook-Levin). Andererseits wurden in letzter Zeit für SAT extrem leistungsstarke Algorithmen entwickelt, die industrielle Eingaben mit hunderttausenden von Variablen in kurzer Zeit lösen.
Man könnte also sagen, SAT ist schwer und leicht zugleich! Lässt sich dieser Widerspruch auflösen?

Über Stefan Szeider
Stefan Szeider lehrt und forscht an der Fakultät für Informatik an der TU Wien. Er leitet die Algorithms and Complexity Group und das Vienna Center for Logic and Algorithms. Davor war er mehrere Jahre in Kanada und Großbritannien tätig. 2009 wurde seine Arbeit mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet. Seine Forschungsschwerpunkte beinhalten die Entwicklung und Analyse effizienter Algorithmen für Probleme der künstlichen Intelligenz.

 

 

MOOC zum Programmierenlernen
Die Technischen Universitäten Österreichs entwickeln derzeit  Massive Open Online Courses (MOOCs) für SchülerInnen und LehrerInnen: Programmieren Lernen (TU Wien), Mathematik (TU Graz) und Mechanik (Montan Uni Leoben). Diese MOOCs sind zwar für alle Personen, die an diesen Inhalten interessiert sind, zugänglich, sie sind aber insbesondere für jene SchülerInnen konzipiert, die an einer Technischen Universität studieren wollen. Insbesondere wird in diesem Kurzvortrag ein Einblick in das MOOC zum Programmieren lernen gewährt, das an der TU Wien entwickelt wird.
 
Über Gerald Futschek
leitet an der TU Wien eine Arbeitsgruppe zur Fachdidaktik Informatik. In dieser Gruppe werden einerseits Möglichkeiten zur Verbesserung des universitären Informatikunterrichts erarbeitet und andererseits Lehr- und Lernmaterialien für Schule und Universität erstellt. Er hat die wissenschaftliche Leitung des Biber der Informatik, einen internationalen Online-Contest zum Lernen des Informatischen Denkens.
 


Abstract Workshops

Gendersensible Aspekte in ICT - gegen den Girl's Day und für echte Vielfalt
Im Workshop nähern wir uns der Frage wie sich stereotype Vorstellungen darüber, was Mädchen und Burschen können bzw. wie sie performen, so in schulischen Interaktionen manifestiert, dass sie zu "self-fulfilling prophecies" führen. Ziel ist es, sich offen und wertschätzen mit verschiedenn Denkrichtungen, Wertehaltungen und Lösungsansätzen auseinanderzusetzen und ein Stück weit zu verlernen, dass Buben "so" und Mädchen "anders" sind. Dabei stellen wir insbesondere die Frage, wie Gendersensibilität dabei helfen kann, Vielfalt im Unterricht und im Unterrichten zuzulassen bzw. welche Themen (zB Was ist Gender überhaupt? Geschichte der Informatik und eingeschriebene Gender-Aspekte; Silicon Valley etc.) dabei hilfreich sind.
Arbeitsweise: praxisnah, mit Beispielen aus dem (eigenen) Schulalltag; reflexive Methoden

Über Marita Haas
Marita HaasDr. Marita Haas forscht seit 2010 an der Technischen Universität Wien zu Gender, Biographie und Profession. Ihre Forschungsschwerpunkte beinhalten die Rolle von Frauen in männlich dominierten Berufsfeldern, biographische Verläufe von Wissenschaftlerinnen und Lehrerinnen sowie Berufswahlentscheidungen von Jugendlichen. Ihre Forschung ist geprägt von einem sozialkonstruktivistischen Ansatz und der Theorie der „vergeschlechtlichten Organisation“, die darauf aufbaut, dass Geschlecht nicht nur sozial konstruiert ist, sondern darüber hinaus kontextspezifisch, und daher in Zusammenhang mit Institutionen in denen bestimmte Macht- und Herrschaftsverhältnisse bereits angelegt sind. Ihre bisherige Laufbahn enthielt ein Master- und Dissertationsstudium an der Universität Wien, Forschungsaufenthalte an der Universität Göttingen und dem institute for advanced studies on science, technology and society an der Alpen Adria Universität Graz. Sie lehrt am Institut für Bildungswissenschaften der Universität Wien, am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien sowie am Methodenzentrum für Sozialwissenschaften der Universität Göttingen.

 

3D Drucken in der Schule - Hands on 3D Druck
Was ist 3D Druck? Was kann ausgedruckt werden? Wie kann es im Unterricht eingesetzt werden? Diese Frage und andere werden im Workshop beantwortet. Erfahren Sie außerdem wie Sie den 3D Druck in ihren Informatikunterricht integrieren können. Lernen Sie Programme wie OpenSCAD und BlockSCAD kennen um Objekte zu programmieren, gestalten und aus Text Reales zu erschaffen. Erleben Sie selbst das 3D Ausdrucken und welche Schritte dafür notwendig sind und gehen Sie mit einem eigenen kleinen Werkstück nach Hause.

Anforderungen an die TeilnehmerInnen:
Achtung! Dieser Workshop ist 2-teilig! Die Anwesenheit ist in beiden Teilen erforderlich!

Über Daniel Pfeiffer
Die Österreichische Gesellschaft für 3D Druck wurde am 2014 von Stefan Reiböck (Universität Wien, Fakultät für Informatik, CSLEARN), Daniel Pfeiffer (Universität Wien, Fakultät für Informatik, CSLEARN) und Stephan Pfannerer (Technische Universität Wien, Institut für Diskrete Mathematik und Geometrie) als gemeinnützige Non-Profit gegründet. Der zentrale Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei in der Verwendung und Erforschung von 3D Druck als innovatives Lehr- und Lernmittel sowie die Forschung und Entwicklung des 3D Drucks selbst. Mehr Informationen: www.oeg3d.at

 

Projektorientierter Informatikunterricht an AHS unter neuen Rahmenbedingungen
Wachgerüttelt durch diverse Studien, internationalen Vergleiche und neuen Herausforderungen kam es in der Schule zu gravierenden Veränderungen. Die neue Oberstufe wurde ins Leben gerufen, das Schuljahr wurde auf einen Semesterbetrieb umgestellt, wodurch die bisher bestehenden Lehrpläne geändert werden mussten und dabei gleich einer inhaltlichen Überarbeitung unterzogen wurden.
In diesem Workshop sehen wir uns die inhaltlichen Veränderungen des neuen Lehrplans für die neue Oberstufe AHS an und überlegen die Folgen für uns Lehrpersonen.
Ziele:
•    Gegenüberstellung Lehrplan ALT und NEU
•    Auseinandersetzung mit den Auswirkungen des neuen Lehrplans
•    Ideen für die Auslegung des Lehrplans sammeln
•    Grobe Semesterplanung entwickeln und diskutieren
•    Besprechen, ob Projekte zeitlich realisierbar sind und in welcher Form

Über Martin Tintel
Seit 10 Jahren als Informatiklehrer tätig. Studierte 2004 bis 2009 Medieninformatik in Wien. Prakti-kum in Game Design. Anschließend Studium in Informatikmanagement bis 2011, Abschluss mit Aus-zeichnung. Schrieb seine Diplomarbeit über „Interdisziplinäre Projekte im Informatikunterricht“. Schreibt im Moment Diplomarbeit mit dem Titel „Neue Oberstufe, Leistungsfeststellung und Leis-tungsbeurteilung – Auswirkungen auf den Projektunterricht im Informatikunterricht“. Hat während seines Medieninformatik-Studiums in diversen Firmen und Branchen gearbeitet. Später kam die Lehrtätigkeit an einer Privatschule dazu. Derzeit an einer öffentlichen Schule tätig.