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Die virtuelle Ausgrabung: Neueste 3D Mess- und Rekonstruktionstechniken im Einsatz zur Erhaltung des kulturellen Erbes

Ao. Univ.-Prof. Dr. Robert Sablatnig, Institut für Rechnergestützte Automation, TU-Wien

Donnerstag, 25. November 2004, 17 - 19 Uhr
Ort: Oesterreichische Computer Gesellschaft (OCG),
Heinz Zemanek-Saal
Wollzeile 1-3
A-1010 Wien

Neueste technische Errungenschaften halten immer schneller Einzug in traditionellen Forschungsgebieten wie zum Beispiel Archäologie, da die Erhaltung des kulturellen Erbes für die Nachwelt immer wichtiger wird und auch entsprechende Mittel seitens der EU für Forschungsprojekte, die diese Adaption von technischen Methoden zur breiten Anwendung durchführen zur Verfügung stehen. Eine der Anforderung der modernen Archäologie ist die Vermessung, Dokumentation, Klassifikation, Archivierung und Rekonstruktion von Gegenständen und Gebäuden, die bei  einer Ausgrabung gefunden werden. Dies ist der ideale Einsatzbereich von  automatisierten 3D Aufnahmetechniken, die eine Vielzahl der routinemäßigen Aufgaben übernehmen können und somit die Archäologen in ihrer täglichen Arbeit entlasten.

Anhand einer griechisch-römischen Stadt in der Türkei, Sagalassos, soll gezeigt werden, wie eine solche gänzliche Digitalisierung einer Ausgrabung aussehen kann.

Das kürzlich fertig gestellte Pilotprojekt "3D-MURALE: 3 Dimensional Measurement and Virtual Reconstruction of Ancient Lost Worlds in Europe" zeigt, dass es heute technisch möglich ist, die bei Ausgrabungen gefundenen Gegenstände und Gebäude digital zu erfassen und zu rekonstruieren. Spezielles Augenmerk wird im Vortrag auf die automatische Klassifizierung von Keramik gelegt. Das im Rahmen des Projektes entwickelte Verfahren hilft den Archäologen bei ihrer Arbeit, sodass mit Hilfe moderner Technologien  der Zeitaufwand für die Zeichnung und Klassifikation minimiert wird.

Experimente an realen und synthetischen Scherben haben gezeigt, dass das Verfahren die Zeit für die Analyse von Scherben von mehreren Stunden auf eine Minute pro Scherbe reduziert werden kann. Die gewonnen Daten sind jederzeit abrufbar und können auch für die virtuelle Rekonstruktion von ganzen Tongefässen für Museen genutzt werden.

Zum Online-Anmeldeformular!

Die Teilnahmegebühr von 20 € entfällt bei Anmeldung bis zum 23.11.2004 (18 Uhr)

Für OCG-Mitglieder (inkl. Angehöriger institutioneller, fördernder und juristischer Mitglieder) ist die Teilnahme kostenlos! Um Anmeldung wird gebeten.



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