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OCG Pressemeldungen 2008

Wien, am 27. Februar 2008

Die OCG auf der CeBIT

„IT-Forschung in Österreich“

Die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG) stellt in einer vom BMVIT geförderten Initiative auf der kommenden CeBIT (4. - 9. März 2008) einen Gemeinschaftsstand für die österreichische IT-Forschungslandschaft zur Verfügung. Ziel ist es, herausragenden IT-Forschungsprojekten aus Österreich die Möglichkeit zu geben ihre Forschungsergebnisse auf der CeBIT einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Aus den eingereichten Projekten wurden von einer Jury bestehend aus 5 Experten der österreichischen IT diejenigen Projekte ausgewählt die auf der CeBIT präsentiert werden sollen:

Map-Based User Interfaces

Die ständig wachsenden digitalen Musikbibliotheken stellen deren Benutzer vor ein schwerwiegendes Problem. Mit zunehmender Größe wird die Musiksammlung unübersichtlich und es wird immer schwieriger eine ansprechende Playlist zu erstellen.

PlaySOM (http://www.ifs.tuwien.ac.at/mir/playsom.html) widmet sich diesem Problem. Die Musiksammlung wird nach akustischen Merkmalen analysiert und aus den gewonnenen Daten eine Landkarte der Sammlung generiert. Auf dieser Karte bilden ähnlich klingende Musikstücke Inseln. Daduch kann die Sammlung schnell, einfach und intuitiv erforscht und neue, bisher unbekannte, Künstler entdeckt werden.

PocketSOM (http://www.ifs.tuwien.ac.at/mir/pocketsom/), eine spezielle Version für mobile Endgeräte, erlaubt die Verwendung von „Musiklandkarten“ auf Mobiltelefonen und PDAs. Gerade auf kleinen  Geräten mit eingeschränkten Eingabeformen kommt die interaktive Navigation der Musiklandkarte besonders gut zur Geltung. PocketSOM kann als Streaming-Client oder als Fernbedienung für einen Audioplayer verwendet werden.

Computer Forensik

Aufgrund immer komplexer werdender Verflechtungen zwischen IT Systemen und Geschäftsabläufen steigt auch die Anzahl der damit verbundenen gerichtlichen oder außergerichtlichen Streitigkeiten. Einhergehend mit diesem wachsenden Klärungsbedarf steigt auch die Notwendigkeit, Computer forensischen Analysen zu unterziehen, wobei dieser Umstand sowohl für den privatwirtschaftlichen als auch für den judikativen Sektor zutreffend ist. Ziel von SBA (http://research.securityresearch.at/) ist es, die Grundlagen für strukturierte und effiziente Analysemethoden und -verfahren basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und State-of-the-Art Forschungsbemühungen aus diesem Fachsektor zu schaffen.

Simulation of Assembly Workshop Strategies

Besucher der CeBIT können interaktiv die Steuerung eines Fertigungsworkshops zur Herstellung von Möbeln übernehmen (selbsständig oder mit Hilfe eines Moderators). Anhand der eingestellten Parameter läuft eine interaktive Simulation der Vorgänge im Workshop. Am Ende der Simulation wird der Erfolg der gewählten Produktionsstrategien im Vergleich zu den besten historischen Testergebnissen dargestellt ("Hall of Fame").

Ergänzend ist geplant ein Video zu zeigen, das einen realen industriellen Workshop sowie dessen Simulation in Aktion nebeneinander darstellt.

SAWS wird am Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme (http://qse.ifs.tuwien.ac.at/) der Technischen Universität Wien entwickelt.

Performance Dashboard "Testcockpit"

Business Intelligence Lösungen haben im modernen Management als Grundlage für strategische Entscheidungen bereits Einzug gehalten. In der Softwareentwicklung sind IT-Projektleiter mit ähnlichen Aufgabenstellungen konfrontiert, auch sie müssen wichtige Entscheidungen in einem dynamischen Umfeld, unter Zeitdruck und mit Daten aus verschiedenen Datenquellen treffen.

Hier bietet das Software Competence Hagenberg (http://www.scch.at/) mit seinem Performance Dashboard "Testcockpit" Unterstützung im Management der Softwareentwicklung an. Mit diesem Tool können sich Softwareentwickler und das Management schnell einen Überblick über verschiedene qualitätsrelevante Faktoren (z.B. Fehlerhäufigkeit, Dauer der Fehlerbehebung, Performance in unterschiedlichen Meilensteinen etc.) zu einem IT-Projekt verschaffen.

Ziel ist es, vom 1. Tag der Entwicklung an die Softwarequalität transparent und steuerbar zu machen! Das Performance Dashboard baut auf Open Source Lösungen auf und lässt sich durch den Einsatz von Adaptoren in unterschiedliche Toollandschaften einfach integrieren.

SemDAV und der Semplorer – Ein semantisches Dateisystem

Die Organisation und Interaktion zwischen dem Benutzer und digitalen Datenbeständen ist heute durch das hierarchische Dateisystem geprägt. Längst erfordert die stetig größer werdende Datenmenge neue Paradigmen zur Dateiorganisation. Um dem Menschen den Umgang mit digitalen Informationen zu erleichtern, sollten sich diese neuen Ansätze an der Arbeitsweise, der Gedächtnisleistung und dem Erinnerungs-vermögen des menschlichen Gehirnes orientieren.

Langfristig könnten SemDAV-basierte Produkte Datenspeicher für unstrukturierte Inhalte, wie gemeinsame Dateiserver oder private Datenverzeichnisse, ersetzen. SemDAV wird neue Wege aufzeigen, wie Benutzer und Applikationen mit Daten und Dateisystemen interagieren, und kann als Basistechnologie für intelligentes Informationsmanagement dienen.

SemDAV (http://www.semdav.org/) wird von der Universität Wien, den Research Studios Austria und P.Solutions entwickelt.

GameTools

Die fortschreitende Entwicklung und Verbesserung von Computer-Hardware, speziell von Graphikkarten und Prozessoren erlauben immer realistischere Darstellungen in Computerspielen. Computer-Graphiken spielen eine Schlüsselrolle wenn es darum geht, das steigende Bedürfnis der User nach immer realistischeren Darstellungen.

Sichtbarkeit, Geometrie und Beleuchtung sind wichtige Punkte bei der Entwicklung eines Computerspiels. GameTools (http://www.gametools.org/) hat sich zum Ziel gesetzt, neue Tools zu entwickeln die einerseits die realistische Darstellung dramatisch verbessern.

SkyDreamer

SkyDreamer (http://www.buildingsmart.at/skydreamer) ist ein Tool das Designern und Entwicklern hilft die optimale Beleuchtungs- und Klimatisierungsstrategie für ein Gebäude zu wählen. Zusätzlich beinhaltet es eine semantische Datenbank von auf dem Markt verfügbaren Produkten sodass der Benutzer die für ein Gebäude optimale Lösung direkt auswählen kann.

Photo-Based User Profiler

Um Kunden eine Empfehlung abgeben zu können, ist es notwendig sie vorher bestimmten Kategorien zuzuordnen. Normalerweise verwendet man dazu einen Fragebogen den der Kunde ausfüllt und mit dessen Daten ein Profil des Users erstellt wird.

Mittels eines Photo-Based User Profilers können missverständliche Fragebogen und gefälschte Antworten vermieden werden. Dem Kunden wird eine Reihe von Bildern vorgelegt aus welchen er diejenigen auswählt die ihm zusagen. Basierend auf dieser Auswahl kann dem User nun eine Empfehlung gegeben werden.

Der Photo-Based User Profiler kann auch auf Endgeräten die sich nicht zum Ausfüllen von Fragebogen eingnen wie z.B. auf Mobiltelefonen eingesetzt werden und verleitet durch seinen spielerischen Ansatz eher, die zur Profilermittlung notwenidge Information ohne großen Aufwand zur Verfügung zu stellen.

Der Photo-Based User Profiler (http://ispaces.ec3.at/touristprofiler.php) wird vom E-Commerce Competence Center (http://www.ec3.at/) in Wien entwickelt.