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Digitale Souveränität im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

Digitale Souveränität im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz

17
Mär
2026
Zeit: 16.00 bis 18:00 Uhr
Ort:
OCG

Digitale Souveränität ist im Zeitalter leistungsfähiger KI-Systeme und systemischen Abhängigkeiten von großen Plattformanbietern zu einer strategischen Schlüsselfrage für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft geworden. Tatsächlich ist jeder/r einzelne davon betroffen. Deswegen diskutieren wir mit Expert:innen aus Industrie, Forschung und Zivilgesellschaft Fragen der digitalen Souveränität aus unterschiedlichen Perspektiven: von technologischer Innovationsfähigkeit und industrieller Umsetzung über Fragen der Wissenssouveränität bis zur praktischen Reduktion von Abhängigkeiten für eine selbstbestimmte digitale Teilhabe aller.

 Die Veranstaltung greift damit ein zentrales Anliegen der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) auf: die Weiterentwicklung der Informatik stets im Zusammenhang mit ihren Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft zu betrachten. Das Programm verbindet technische, rechtliche und gesellschaftliche Blickwinkel und zeigt auf, wie Kompetenzen, Infrastruktur und verantwortungsvoller KI-Einsatz zusammenspielen müssen, um nachhaltige digitale Handlungsfähigkeit zu sichern.

Die Veranstaltung bildet auch den feierlichen Abschluss des 50-jährigen Jubiläums der OCG!

  • Erich Prem, eutema GmbH
  • Walter Hötzendorfer, Senior Researcher am Research Institute, OCG Vorstandsmitglied und Co-Leiter des AK Forum Privacy
  • Karl Kugler, Leiter der AI Factory Austria
  • Martin Hörmann, Director Goverment Affairs, Microsoft Österreich
  • Corinna Hörmann, Ass.Professorin an der Paris Lodron Universität Salzburg, OCG Vorstandsmitglied

Programm: 

ab 15:00 Uhr Registrierung 
16:00 Uhr Begrüßung durch Alexander Prosser (OCG Finanzreferent)
16:05 Uhr Kurzstatements der Sprecher*innen
17.00 Uhr Paneldiskussion (Moderation E. Prem) mit Open Stuhl
18:00 Uhr Come Together

 

Sprecher*innen

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Erich Prem
Erich Prem

Digitale Souveränität oder die Freiheit, eigene Entscheidungen zu treffen

 

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Walter Hötzendorfer
Walter Hötzendorfer

Digitale Souveränität ist kein Wunschtraum, sondern eine Notwendigkeit

Der Vortrag behandelt die Darstellung der Grundlagen sowie der aktuellen Entwicklungen – etwa im Kontext des Internationalen Strafgerichtshofs und der zunehmenden Bestrebungen einzelner Staaten nach größerer Unabhängigkeit. Ziel ist es aufzuzeigen, warum digitale Souveränität nicht nur notwendig, sondern auch realistisch umsetzbar ist.

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Karl Kugler Portrait
Karl Kugler

Die AI Factory Austria als Baustein für Digitale Souveränität

Digitale Souveränität im Zeitalter der KI entsteht dort, wo leistungsfähige Infrastruktur, qualifizierte Talente und starke Innovationsökosysteme zusammenkommen. Entscheidend ist, europäische Kompetenzen aus Forschung, Industrie und öffentlicher Verwaltung besser zu vernetzen und schneller in Anwendung zu bringen. Nur so kann Europa seine technologische Handlungsfähigkeit sichern und KI verantwortungsvoll und wettbewerbsfähig einsetzen.

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Martin Hörmann Portrait
Martin Hörmann

Souveränität ist kein Zustand, sondern eine Fähigkeit 
Warum Wahlmöglichkeiten, Transparenz und Exit‑Optionen wichtiger sind als Autarkie

Digitale Souveränität bedeutet im KI‑Zeitalter nicht Abschottung oder technologische Autarkie um jeden Preis. Entscheidend ist vielmehr die Fähigkeit, informierte Entscheidungen zu treffen: zwischen Technologien, Anbietern und Betriebsmodellen wählen zu können, Risiken transparent zu steuern und bei Bedarf den Wechsel zu vollziehen. Souveränität entsteht dort, wo Autonomie mit Offenheit zusammengedacht wird – durch Wahlmöglichkeiten und klare Governance, ohne den Anschluss an globale Innovationsökosysteme zu verlieren. 

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Corinna Hörmann Portrait
Corinna Hörmann

Informatikbildung als Schlüssel zur digitalen Selbstbestimmung

Digitale Souveränität beginnt nicht bei Technologie, sondern bei Bildung. Wenn wir wollen, dass Österreich langfristig unabhängig, innovativ und handlungsfähig bleibt, müssen junge Menschen nicht nur digitale Werkzeuge nutzen können, sondern verstehen, wie sie funktionieren. 

 

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50 Jahre OCG Logo - Slogan: Digital Verbunden

 

In Kooperation mit dem Verein zur Förderung des digitalen Humanismus und der EU-Initiative EUDHIT (The European Digital Humanism Initiative)