ComeThinkAgain am Tag der Digitalen Bildung
Am Tag der Digitalen Bildung, der von der PH Steiermark organisiert wird, kommen Pädagog*innen mit Wissenschaftler*innen und unterschiedlichen Akteur*innen aus dem Bildungsbereich zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen und innovative Ansätze der digitalen Bildung auszutauschen. Auch 2026 standen erneut praxisnahe Impulse, neue digitale Technologien und deren sinnvoller Einsatz im Unterricht im Mittelpunkt.
Wie können wichtige Kompetenzen in einer sich rasant wandelnden digitalen Welt, Eingang in den Schulunterricht finden? Informatisches Denken, unternehmerische Fähigkeiten und Green Skills sind zwar eindeutig Zukunftsthemen, wirken aber abstrakt und unzugänglich. Das EU-geförderten Projekt ComeThinkAgain (CTA) hat sich zum Ziel gesetzt aus abstrakten Konzepten, eine praxisnahe, zertifizierbare Kompetenzen, die Pädagog*innen gezielt entwickeln und unmittelbar in ihrem Unterricht einsetzen können. Maria Grandl, Harald Burgsteiner, Julia Lanz (alle PH Steiermark) und Sandra Tomeschek (OCG) stellten beim Tag der Digitalen Bildung am 24. September 2026 an der PH Steiermark in ihrer Keynote "ComeThinkAgain: Implikationen für eine zeitgemäße Digitale Bildung" die ersten Projektergebnisse und die im ersten Zyklus entwickelten und pilotierten Modulkurse vor. Zudem präsentierten sie zentrale Learnings für den nächsten Pilotierungszyklus, der im Herbst startet.
Für alle Interessierten: Im November bietet die OCG im Rahmen des des CTA Projekts einen mehrtägigen Train-the-Trainer Kurs zu Design Thinking an.
Am Tag der digitalen Bildung wurden darüber hinaus auch verschiedene Workshops angeboten, darunter auch zwei im Rahmen des Projekts, in denen didaktische Methoden zur Vermittlung von Computational Thinking und Design Thinking vermittelt wurden.
Computational Thinking
Alena Boucher (OCG) stellte in ihrem Workshop einen praxisnahen und niederschwelligen Einstieg in die Grundprinzipien des Computational Thinking anhand von Physical Computing mit dem BBC micro:bit vor und lies die Teilnehmer*innen erste eigene interaktive Projekte programmieren. Der Workshop stellt einen Auszug aus einem umfangreicheren Lernmodul des EU-Projekts dar. Die im Workshop verwendeten Lern- und Unterrichtsmaterialien wurden den Teilnehmenden im Anschluss zur Verfügung gestellt.
Design Thinking
Am Nachmittag hielt Julia Lanz (PH Steiermark) einen Workshop zu Design Thinking im MINKT-Unterricht. Zur Umsetzung der digitalen Grundbildung in der Sekundarstufe I (und darüber hinaus) bieten sich Methoden an, die einen ganzheitlichen Zugang zu digitalen Artefakten ermöglichen. Design Thinking ist eine solche Methode. Am Anfang des Design-Thinking-Prozesses steht immer ein komplexes Problem, die sogenannte „Design Challenge”. Während bei anderen Methoden nach offensichtlichen Lösungen gesucht wird, steht beim Design Thinking zunächst die genaue Analyse des Problems aus der Sicht der Betroffenen im Mittelpunkt. Das Ziel besteht darin, die insgesamt sechs Phasen des Design Thinking zu durchlaufen und so wertvolle Ansätze zu finden, die das Problem auf innovative Weise lösen. Die teilnehmenden Lehrer*innen waren sehr motiviert bei der Sache.
Train-the-Trainer Modulkurs
Für Lehrer*innen, die das Thema Design Thinking interessiert, bietet die OCG im November im Rahmen des ComeThinkAgain Projekts einen (dank EU-Förderung) kostenlosen Train-the-Trainer-Kurs an.
Dieser mehrtägige Kurs umfasst ca. 25 Stunden Arbeitsaufwand und kombiniert Online-Einheiten mit begleiteten Distance-Learning-Phasen. Die Teilnahme ist auch vollständig online möglich. Eine Teilnahme vor Ort in der OCG ist optional. Der Kurs schließt mit einer Zertifikatsprüfung ab.
Der Kurs richtet sich primär an Trainer*innen, Lehrpersonen und Ausbilder*innen in der beruflichen Bildung (VET) und ist offen für weitere am Thema interessierte Personen.
Es sind keine Vorkenntnisse notwendig.
Wann: Von 9. bis 30. November 2026 (4 Termine)
Wo: Online
Weitere Informationen und Anmeldung