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20 Jahre dHealth in Wien

14.05.2026

20 Jahre dHealth in Wien

Die dHealth 2026 brachte zu ihrem 20. Jubiläum mehr als 300 Teilnehmer*innen aus Forschung, Praxis, Politik und Wirtschaft im Schloss Schönbrunn zusammen. Die Konferenz macht die Entwicklung digitaler Gesundheit in Österreich sichtbar und ist eine wichtige Plattform für Austausch, Vernetzung und Pionierarbeit.

An zwei Tagen wurden in zahlreichen wissenschaftlichen Tracks und Sessions innovative Lösungen aus den Bereichen Gesundheitsinformatik und dHealth diskutiert. Dabei steht die Verbesserung von Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung im Mittelpunkt. 

„Unsere Hoffnung war, dass die dHealth die Entwicklung digitaler Gesundheit in Österreich nicht nur begleiten, sondern als Plattform für Pionierarbeit auch aktiv voranbringen wird, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis, entsprechend unserem Motto: Health Informatics meets Digital Health. Da wir das in meinen Augen sehr gut erfüllt haben, ist nun meine Hoffnung, dass die dHealth diese Katalysatorwirkung auch in Zukunft beibehält“, sagt Günter Schreier, Initiator der Konferenz und Thematischer Koordinator für Digital Health am AIT Austrian Institute of Technology.

Forschung und Anwendung auf Augenhöhe

Der Digital Health Community in Österreich wurde ein vielfältiges Angebot mit Beiträgen zu Digital Cardiology, zu ELGA und dem European Health Data Space, zu digitaler Souveränität, Künstlicher Intelligenz in der Medizin, Interoperabilität, Real World Data sowie zu Cyber- und Informationssicherheit im Gesundheitswesen geboten. Wissenschaftliche Sessions und Posterpräsentationen ergänzten das Programm. Außerdem wurden bei der Closing Ceremony am Mittwoch die Scientific Awards für Best Master Paper, Best PhD Paper und Best Poster Award verliehen.

Opening Session
Opening Session - Günter Schreyer, Ruth Ladenstein (c) dHealth

Österreich als Digital-Health-Region

"Österreich hat das Potenzial, sich bis 2036 als international sichtbare und führende Digital-Health-Region zu etablieren. Dafür braucht es mehr als einzelne digitale Lösungen: Es braucht mutige, visionäre Leitbilder, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen, systemische Verbesserungen anstoßen und Orientierung für Politik, Versorgung, Wirtschaft und Gesellschaft geben", so Günter Schreier. Im Call for Visions dHealth 2026 wurde dazu aufgerufen, solche Visionen einzureichen. Mit dem heuer zum ersten Mal verliehenen Best Vision Award werden diese herausragenden visionären Ansätze sichtbar gemacht. Der Gewinner ist Talha Anwar mit seiner Arbeit: Prävention beginnt beim ersten Kontakt: Vom reaktiven Gesundheitssystem zur vernetzten Präventionsversorgung.

Talha Anwar
Talha Anwar (c) dHealth

Die thematische Spannweite der Konferenz zeigt, warum die dHealth auch im 20. Jahr relevant bleibt. Digitale Gesundheit ist heute nicht mehr nur ein Thema einzelner Anwendungen. Sie betrifft die Organisation von Versorgung, die Qualität und Verfügbarkeit von Daten, die digitale Souveränität Europas, die Sicherheit kritischer Infrastrukturen und die Frage, wie neue Werkzeuge sinnvoll in den klinischen Alltag integriert werden.

Die Jubiläumsausgabe war damit nicht nur Rückblick auf zwanzig Jahre Entwicklung, sondern auch eine Standortbestimmung für die nächsten Schritte digitaler Gesundheit in Österreich. 

Image
Torte

(Quellen: Pressemeldung dHealth AIT und Konferenzwebseite)